Der Nussknacker und der Mäusekönig – Märchen zum Einschlafen (10 Min.)

Shownotes

Der Nussknacker und der Mäusekönig – Märchen zum Vorlesen, 12 Minuten, gelesen von Everett. Für Kinder ab etwa drei Jahren, mit einem ruhigen Schluss, der ins Bett führt.

Den Text zum Mitlesen und als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos auf emhema.de: https://emhema.de/blogs/marchen/der-nussknacker-und-der-mausekonig

Gute-Nacht-Geschichten von EmHeMa – geschrieben von einer Familie aus Osnabrück.

Transkript anzeigen

00:00:00: Gute Nacht.

00:00:01: Geschichten von M. Hema Heute der Nussknacker und der Mäusekönig.

00:00:08: Am vierundzwanzigsten Dezember durften die Kinder des Obergerichtsrats Stahlbaum den ganzen Tag über nicht in das Wohnzimmer.

00:00:16: Marie war sieben, ihr Bruder Fritz war neun.

00:00:20: Sie saßen im dunklen Hinterstübchen und warteten Von nebenan.

00:00:24: hörte und leises

00:00:26: Klopfen

00:00:27: Und einmal ging die Tür einen Spalt auf und wieder zu.

00:00:32: Fritz erzählte, dass ihr Pate Drosselmeier wieder etwas gebaut habe.

00:00:36: Drosselmeyer war Uhrmacher!

00:00:38: Er war klein, er trug eine schwarze Augenklappe und eine gläserne Perücke... ...und er konnte jede Uhr im Haus zum Schlagen bringen.

00:00:46: Aber vor allem baute er zu jedem Weihnachtsfest etwas Neues das sich bewegte.

00:00:52: Endlich klingelte es!

00:00:54: Die Flügel-Tür ging auf und das Licht kam ihnen entgegen.

00:00:58: Der Baum stand voller vergoldeter Äpfel- und Zuckermandeln, und darunter lag alles was man sich denken kann.

00:01:05: Drosselmayers Geschenk stand in der Mitte ein Schloss aus Pappe mit Fenstern aus Spiegelglas indem sich kleine Figuren im Kreis bewegten wenn man die Uhr aufzog.

00:01:16: alle bewunderten es.

00:01:18: nach einer Weile fragte Fritz ob die Figuren nicht auch einmal woanders hingehen könnten.

00:01:24: Drosselmaier sagte, nein das ginge nicht.

00:01:27: Das sei nun einmal so gebaut.

00:01:29: Da verlor Fritz das Interesse.

00:01:31: Marie aber hatte etwas anderes entdeckt.

00:01:34: Ganz hinten halb versteckt zwischen den Zweigen Stand ein kleiner Mann aus Holz.

00:01:40: Er war nicht schön.

00:01:42: er hatte einen viel zu großen Kopf Einen weißen Zottelbad und einen Mund der fast durch das ganze Gesicht ging.

00:01:49: Aber er trug einen ordentlichen Husarenrock und er sah Marie freundlich an.

00:01:55: So kam es ihr jedenfalls vor.

00:01:57: Wem gehört der?

00:01:58: fragte sie.

00:01:59: Der gehört euch allen,

00:02:01: sagte der Vater.

00:02:03: Das ist ein Nussknacker Sieher.

00:02:06: Er legte einen Nuss in den Mund des Männchens drückte den Hebel im Rücken hinunter knack!

00:02:12: Und die Schale sprang auf.

00:02:14: Marie war entzückt.

00:02:17: Von diesem Augenblick an ließ sie den Nussknacker nicht mehr aus der Hand.

00:02:22: Fritz sah das und wollte ihn auch

00:02:24: haben.

00:02:25: Er suchte sich die größten und härtesten Nüsse aus dem Korb, steckte sie hinein und drückte.

00:02:31: Und drückta fester – obwohl der Vater schon zweimal gesagt hatte er solle vorsichtig sein!

00:02:38: Beim dritten Mal krachte es.

00:02:41: Drei Zähne fielen dem Nussknacker aus dem Mund und die Kinlade hing herunter.

00:02:49: «Nussknacke?« rief Marie und nahm ihn an sich.

00:02:53: Der ist ein dummer Kerl, sagte Fritz.

00:02:56: Er will nussknapper sein und hat kein ordentliches Gebiss.

00:02:59: Gib ihn her!

00:03:00: Nein!

00:03:01: sagte Marie und drehte sich weg.

00:03:04: Er is krank.

00:03:05: Sie band ihm ein weißes Band aus ihrem Kleid um das Kinn, wickelte ihn in einen Tuch und legte ihn ins Bettchen der Puppe Klärchen.

00:03:14: Die musste heute Nacht anderswo schlafen Und weil sie noch nicht ins Bett wollte bat sie noch ein Walchen bei dem Schrank bleiben zu dürfen, in den das Spielzeug stand.

00:03:25: Die Uhr in der Ecke schlug zwölf!

00:03:27: Kurzerhand streifte Marie ihren Schuh vom Fuß und warf ihm mitten unter die Mäuse Ein Krachen – ein Splittern.

00:03:36: Ihr Arm war durch die Glasscheibe des Schranks gefahren Doch die Mäusse stoben auseinander Und der Nussknacker war gerettet.

00:03:45: Am nächsten Morgen fand sich Marie mit einem verbundenen Arm im Bett wieder.

00:03:50: Niemand glaubte ihre Geschichte von der Schlacht in der Nacht!

00:03:54: Nur ihr Patenonkel Drosselmeier hörte aufmerksam zu und nickte wissend, dann erzählte er ihr ein Märchen...

00:04:15: Als der König ihr die Speckvorräte wegnehmen ließ, schwor sie Rache.

00:04:19: Eines Nachts schlich sie in

00:04:21: die Wiege und am Morgen war Pirlipatt nicht mehr schön sondern hatte einen dicken Kopf und einen breiten Mund ganz wie ein Nussknacker!

00:04:30: Der Hofastronom las ihn.

00:04:32: den

00:04:32: Sternen erzählte Drosselaya weiter

00:04:35: das nur eines helfen konnte Ein junger Mann musste die steinharte Nuss-Krackertuck mit den Zähnen knacken, der Prinzessin den Kern reichen und danach sieben Schritte rückwärts gehen ohne die Augen zu öffnen.

00:04:48: Jahre suchte man die Nuss und den jungen Mann!

00:04:51: Am Ende war es mein eigenes Neffe, der es schaffte.

00:04:54: Pirlipatt wurde wieder schön.

00:04:56: Doch beim siebten Schritt rückwerz trat er auf Frau Mauserings... ...und im selben Augenblick fiel der Zauber auf ihn.

00:05:04: Sein Kopf wurde groß Sein Mund wurde breit und aus dem jungen Mann wurde ein hölzener Nussknacker.

00:05:11: Da wandte die schöne Pirlypatzich ab, und wollte ihn nicht mehr ansehen.

00:05:16: Marie hörte zu und wusste auf einmal ganz genau wen sie in ihrem Puppenbett liegen hatte – und sie wusste auch der Fluch war noch nicht zu Ende!

00:05:28: Der siebenköpfige Mäusekönig, der Sohn der Mauserings, wollte den NussKnacker verderben.

00:05:36: Er kam wieder.

00:05:37: Von nun an, kam der Mäusekönig jede Nacht an Marys Bett und fletschte seine sieben Gebisse.

00:05:45: Gib mir dein Marzipan!

00:05:46: zischte er.

00:05:47: Sonst zerbeiße ich deinen Nussknacker!

00:05:50: Marie legte ihm ihr Marzipaan hin.

00:05:53: In der nächsten Nacht wollte er ihre Zuckerpüppchen Dann ihre bunten Bilderbücher dann ihr neues Kleidchen.

00:06:01: Marie gab alles her Und wurde immer blasser Denn sie durfte niemandem etwas sagen.

00:06:08: Eines Abends eugte sich der Nussknacker über den Rand seines Bettchens.

00:06:14: Gib nichts mehr her, liebe Marie!

00:06:16: sagte

00:06:17: er leise.

00:06:17: Besorg mir nur ein Schwert dann mache ich dem ein Ende.

00:06:21: Marie lief zu ihrem Bruder Fritz.

00:06:23: Der überlegte nicht lange schnallte einem alten Husaren aus seinem Regiment den Säbel ab und gab ihn Marie.

00:06:30: In der Nacht hörte Marie einen Schaben und Quieken Ein Klirren und ein dünnes, wildes Fauchen.

00:06:38: Dann wurde es still.

00:06:40: Als sie die Augen öffnete stand der Nussknacker vor ihr den Säbel in der Hand Und in der anderen hielt er sieben kleine goldene Kronen.

00:06:50: Die gehören dir,

00:06:51: sagte er Denn

00:06:52: du hast für mich gekämpft als niemand sonst an mich geglaubt hat.

00:06:56: Willst du mit mir kommen?

00:06:57: Ich habe dir etwas zu zeigen!

00:06:59: Und erstreckte ihr seine kleine Holzhand entgegen.

00:07:02: Marie nahm die Kleine Hand und der Nussknacker führte sie zum großen Kleiderschrank im Flur.

00:07:08: Er kletterte an der Quaste des Pelzmantels hinauf, den Vater dort hängen hatte – und plötzlich stand vor ihnen kein Ärmel mehr sondern eine Wiese die nach Zimt-und Zucker duftete.

00:07:21: Sie gingen über die Kandiswiese wo bunte Zuckerhirten ihre Zuckerschafe hüteten.

00:07:26: Sie kamen durch den Weihnachtswald in dem an jedem Zweig kleine Lichter branden und Goldpapier raschelte.

00:07:34: Ein Bach aus Orangensaft flosst durch das Tal und weiter unten rauschte breit-und gelb der Limonadenfluss.

00:07:42: Am Ufer lag die Mandelstadt, in der die Häuser aus Lebkuchen gebaut waren und die Dächer aus glasiertem Zucker glitzerten.

00:07:50: Ganz zuletzt kamen sie zum Marzipanschluss mit hundert Türmchen und rosafarbenen durchsichtigen Fenstern.

00:07:58: Auf der Treppe standen vier kleine Schwestern des Nussknackers und riefen vor Freude durcheinander.

00:08:04: Und als der Nussknacker die Stufen hinauf stieg, war er auf einmal kein NussKnacker mehr sondern ein freundlicher junger Mann, der sich zu Marie umdrehte und sich verbeugte.

00:08:15: All das hier,

00:08:17: sagte er verdanke

00:08:19: ich dir.

00:08:20: du hast mich nicht angesehen wie ein hässliches Stück Holz, sondern wie einen Freund

00:08:24: Als Marie am nächsten Morgen aufwachte, lag sie in ihrem eigenen Bett und draußen fuhr die Kutsche des Milchmanns über das Pflaster.

00:08:33: Du hast geträumt!

00:08:34: sagte die Mutter – du hattest Fieber!

00:08:37: Und niemand wollte etwas von Candeswiesen-und Limonadenflüssen hören.

00:08:42: Da lief Marie zum Glasschrank, holte etwas aus ihrer Schublade und legte es auf den Tisch.

00:08:49: Sieben winzige goldene Kronen so fein gearbeitet, wie sie kein Goldschmied der Stadt hätte machen können.

00:08:57: Der Vater nahm eine in die Hand und drehte sie im Licht Und Patenonkel Drosselmeier lachte leise in sich hinein und sagte kein Wort.

00:09:07: Ein Jahr später stand ein fremder junger Mann in der Stube – der Neffe des Paten-Onkels.

00:09:13: Marie erkannte ihn sofort noch bevor er den Mund aufmachte.

00:09:18: Er verbeugte sich vor ihr und hielt um ihre Hand an Und sie sagte Ja.

00:09:24: So wurde Marie Königin im Zuckerland, wo die Lichter in den Bäumen nie ausgehen und wenn sie nicht gestorben sind dann regieren Sie dort noch heute!

00:09:35: Diese Geschichte gibt es auch zum Ausdrucken kostenlos auf emhemmer.de.

00:09:41: Dort gibt es Auch Die Bücher von Ritter Emil und Zauberer Henry Schlaf Gut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.