Der Sternenfänger – Einschlafgeschichte (7 Min.)

Shownotes

Der Sternenfänger – Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen, 8 Minuten, gelesen von Irene. Für Kinder ab etwa drei Jahren, mit einem ruhigen Schluss, der ins Bett führt.

Den Text zum Mitlesen und als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos auf emhema.de: https://emhema.de/blogs/gute-nacht-geschichten/der-sternenfanger

Gute-Nacht-Geschichten von EmHeMa – geschrieben von einer Familie aus Osnabrück.

Transkript anzeigen

00:00:00: Gute Nachtgeschichten von M. Hema, heute der Sternenfänger.

00:00:06: In einem kleinen Dorf umgeben von einem weiten dunklen Himmel, der jede Nacht im Sternenlicht badete lebte ein Junge namens Eli.

00:00:16: Eli war fasziniert von den Sternen.

00:00:19: Jede Nacht bevor er Schlaf ihn einholte zählte er die Sterne am Himmel.

00:00:24: Er träumte davon ihnen nahezu sein ihre Geheimnisse zu lüften und vielleicht sogar einen von ihnen zu fangen.

00:00:32: Wie an jedem Abend stand Eli am Fenster, und blickte in den Himmel.

00:00:36: Plötzlich sah er wie ein Stern vom Himmel fiel und im Feld hinter seinem Haus landete.

00:00:43: Ohne auch nur einen Moment zu zögern schnappte er sich seine Jacke und eilte hinaus entschlossen dem gefallenen Stern zu finden.

00:00:51: Nach längerer Suche im großen Feld entdeckte Eli eine leuchtende Kugel.

00:00:56: Sie strahlte eine sanfte Wärme aus und flackerte wie ein kleiner gefangener Funke des Himmels.

00:01:03: Du bist soweit gereist, Kleiner!

00:01:06: Flüsterte Elie.

00:01:07: ehrfürchtig Aber keine Sorge darf dich aufpassen.

00:01:11: Vorsichtig hob er den Stern auf und brachte ihn nach Hause.

00:01:16: Zuhause angekommen platzierte Elie den Stern Auf seinem Schreibtisch Und beobachtete Wie das Zimmer in einem warmen beruhigenden Licht erstrahlte.

00:01:26: Es schien, als würde der Stern seine Dankbarkeit ausdrücken.

00:01:29: Glücklich in der neuen Umgebung zu sein!

00:01:32: In dieser Nacht träumte Eli dass der Stern zu ihm sprach.

00:01:36: Danke das du mich

00:01:38: gerettet hast sagte der Stern im seinem Traum

00:01:41: Aber ich muss zurück an den Himmel.

00:01:43: Meine Aufgabe ist es die Nacht für alle zu erleuchten.

00:01:47: Am nächsten Morgen war Eli fest entschlossen.

00:01:50: Ich werde dich zurückbringen

00:01:52: versprach er als er den Stern ansah

00:01:54: Zurück

00:01:55: Wo du hingehörst.

00:01:56: Aber wie?

00:01:58: Den ganzen Tag grübelte er darüber nach, während der Stern von seinem Schreibtisch aus leise vor sich hinleuchtete.

00:02:06: Er erinnerte sich an die alten Legenden seines Großvaters Von einem verborgenen Ort im Wald.

00:02:12: Dort sollte der Spiegel des Himmels versteckt sein.

00:02:16: Mit diesem magischen Spiegl sollte man den Himmel berühren können.

00:02:20: Das ist es!

00:02:21: rief Eli aus.

00:02:22: Ich bringe dich dorthin kleiner Stern.

00:02:25: Mit dem Stern sicher in seinem Rucksack machte sich Eli auf den Weg.

00:02:30: Der Wald empfing ihn mit offenen Armen, geheimnisvoll und einladend zugleich.

00:02:36: Nach Stunden des Wanderns als Eli fast die Hoffnung verloren hatte, erreichte er schließlich eine Lichtung.

00:02:43: Dort war es!

00:02:45: der Spiegel des Himmels – Ein ruhiger See, der den Sternenhimmel widerspiegelte.

00:02:51: Eli stand einen Moment lang still.

00:02:55: So klar und still wirkte wie ein Tor zu einer anderen Welt, einem Ort wo Himmel und Erde sich trafen.

00:03:04: Die Sterne funkelten sowohl am Himmel als auch im Wasser.

00:03:08: Es war, als hätte Eli den Ort gefunden an dem Träume und Wirklichkeit verschmelzen.

00:03:15: Vorsichtig setzte er sich an das Ufer, öffnete seinen Rucksack und nahm den Stern heraus Im Licht des Mondes und der Sterne funkelte er heller als alles, was Eli je gesehen hatte.

00:03:29: Er wusste das der Moment gekommen war den Stern an seinen rechtmäßigen Platz am Himmel zurückzugeben.

00:03:36: Es ist

00:03:36: Zeit für dich nach Hause zu gehen,

00:03:38: sagte er leise.

00:03:40: Eli hob den Stern hoch über seinen Kopf schloss die Augen und dachte fest an einen Wunsch.

00:03:48: Er wünschte sich dass die Menschen nie die Hoffnung verlieren und immer noch den Sternen greifen mögen Egal wie unerreichbar sie scheinen.

00:03:57: Mit diesen Gedanken ließ er den Stern los, bereit ihn in die Freiheit zu entlassen.

00:04:03: Zu seiner Verwunderung blieb der Stern jedoch nicht in der Luft schweben.

00:04:08: Stattdessen breitete sich ein sanftes Leuchten um Eli herum aus.

00:04:12: Als er seine Augen öffnete sah er zu seinem Erstaunen das der Stern nicht verschwunden war!

00:04:19: Statt dessen hatte er sich in tausend kleine Funken aufgeteilt die sanft auf den See herabregneten.

00:04:26: Wo sie das Wasser berührten, entstanden kleine Lichtkreise, die sich über die gesamte Oberfläche des Sees ausbreiteten.

00:04:34: Der See wurde zu einem lebendigen Spiegelbild des Himmels – noch schöner als alles was Eli je gesehen hatte!

00:04:42: In diesem magischen Moment erkannte Eli dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen war.

00:04:48: Er hatte nicht nur den Stern zurück an den Himmel gebracht sondern auch ein Stück Himmel zur Erde geholt.

00:04:54: »Leb wohl« flüsterte Eli, während er den Stern am Himmel beobachtete.

00:05:01: Mit einem letzten Blick auf den leuchtenden See machte sich Eli auf den Weg zurück durch den Wald.

00:05:07: Als Eli ins Dorf zurückkehrte fühlte er sich so glücklich wie noch nie zuvor!

00:05:13: Er hatte einem Stern geholfen, den Weg nach Hause zu finden.

00:05:17: Die Nachricht von Elis Tat verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

00:05:22: Kinder aus dem Dorf und den umliegenden Gebieten kamen zu ihm, und batten ihn seine Geschichte zu erzählen.

00:05:29: Wie hast du es geschafft einen Stern zu fangen?

00:05:32: fragten sie mit leuchtenden Augen.

00:05:35: Eli lehrte die Kinder den Himmel zu beobachten, Sternbilder zu erkennen und die Geschichten zu verstehen, die die Sterne ihnen erzählten.

00:05:44: Jeder Stern hat seine Geschichte

00:05:46: erklärte er ihnen Und manchmal

00:05:49: wenn wir Glück haben werden wir ein kleiner Teil dieser

00:05:52: Geschichten.

00:05:53: Die Nächte, die Elie mit den Dorfkindern unter dem Sternenhimmel verbrachte wurden zu einem festen Bestandteil ihres Lebens.

00:06:02: Jahre vergingen und Elie wurde älter aber die Geschichten des Sternenfängers lebten in den Herzen derer weiter, die sie gehört hatten.

00:06:12: Der Stern, den Elie eins zurück an den Himmel geschickt hatte schien immer noch ein bisschen heller als die anderen.

00:06:19: Eine ständige Erinnerung an die Nacht, in der ein Junge den Himmel berührte.

00:06:25: Eli saß oft unter dem Sternenhimmel und blickte hinauf zu seinem Stern – tief in Gedanken versunken über die unzähligen Wunder, die jenseits des sichtbaren Lichts lagen.

00:06:37: »Wir alle haben unsere Rolle im Universum!

00:06:40: Egal wie klein sie scheinen mag«

00:06:42: murmelte er.

00:06:43: So blieb Eli, der Junge, der einst einen Stern gefangen und wieder freigelassen hatte in den Herzen der Dorfbewohner und in den funkelnden Nächten, die über ihnen lagen unsterblich.

00:06:57: Jedes Mal wenn jemand zum Himmel aufblickte und einen besonders hellen Stern sah erinnerten sie sich an den Sternenfänger – und daran dass jeder von uns auf seine eigene Weise Licht in die Dunkelheit bringen kann!

00:07:12: Diese Geschichte gibt es auch zum Ausdrucken kostenlos auf imhema.de.

00:07:17: Dort gibt es auch die Bücher von Ritter Emil und Zauberer Henry.

00:07:21: Schlaf gut!

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