Der Froschkönig – Märchen zum Einschlafen (9 Min.)

Shownotes

Der Froschkönig – Märchen zum Vorlesen, 11 Minuten, gelesen von Irene. Für Kinder ab etwa drei Jahren, mit einem ruhigen Schluss, der ins Bett führt.

Den Text zum Mitlesen und als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos auf emhema.de: https://emhema.de/blogs/marchen/der-froschkonig

Gute-Nacht-Geschichten von EmHeMa – geschrieben von einer Familie aus Osnabrück.

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00:00:00: Gute Nachtgeschichten von M. Hema, heute der Froschkönig.

00:00:06: In alten Zeiten als das Wünschen noch geholfen hat lebte ein König, der hatte drei Töchter.

00:00:13: Alle drei waren schön aber die Jüngste war so schön dass sogar die Sonne sich wunderte wenn sie ihr ins Gesicht schien.

00:00:21: Hinter dem Schloss lag ein großer dunkler Wald und in dem Wald stand unter einer alten Linde ein Brunnen.

00:00:29: Wenn es an heißen Tagen im Schloss nicht auszuhalten war, ging die jüngste Prinzessin hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens.

00:00:38: Sie hatte eine goldene Kugel dabei – die war ihr liebstes Spielzeug!

00:00:43: Und sie spielte immer dasselbe damit.

00:00:45: Sie warf sie in die Höhe und fing sie wieder auf Hoch- und Auffangen

00:00:50: Hoch-und

00:00:50: Auffachen Manchmal eine ganze Stunde lang.

00:00:54: An diesem Tag warf si die Kugl besonders hoch.

00:00:58: Sie hielt die Hände auf, aber die Kugel fiel daneben, schlug einmal auf den Steinrand und rollte ins Wasser.

00:01:05: Es machte nur ein leises Platsch!

00:01:08: Die Prinzessin bolgte sich über den Rand und schaute hinunter.

00:01:12: Aber der Brunnen war tief – so tief dass man den Grund nicht sehen konnte sondern nur das eigene Gesicht ganz weit unten im dunklen Wasser.

00:01:21: Da fing sie an zu weinen Und sie weinte immer lauter und konnte gar nicht mehr aufhören.

00:01:27: Und mitten in das Weinen hinein, sagte jemand.

00:01:30: Was hast du denn, König Tochter?

00:01:32: Du

00:01:33: schreist ja, dass ich ein Stein erbarmen möchte!

00:01:36: Die Prinzessin sah sich um – niemand da.

00:01:40: Dann schaute sie noch einmal ins Wasser und da streckte ein Frosch seinen dicken hässlichen Kopf heraus.

00:01:48: Ach, du bist es!

00:01:50: sagte sie.

00:01:52: Ich weine über meine goldene Kugel.

00:01:55: die ist mir an den Brunnen gefallen.

00:01:57: Sei still und

00:01:58: weine nicht, sagte der Frosch.

00:02:01: Ich kann dir helfen!

00:02:03: Aber was gibst du mir dafür?

00:02:05: Was du haben willst,

00:02:06: sagte die Prinzessin schnell.

00:02:09: Meine Kleider, meine Perlen, meine Edelsteine – sogar die goldene Krone, die ich trage.

00:02:15: Der Frossch schüttelte den Kopf so gut ein Froschs das kann.

00:02:19: Deine Kleider und deine Perlen und deine Krone – die mag' ich nicht Aber wenn du mich lieb haben willst und ich soll dein Freund sein, und neben dir sitzen an deinem Tischlein von deinem goldenen Tellerleinessen aus deinem Becherlein trinken und in deinem Bettleinschlafen.

00:02:37: Wenn du mir das verspricht, dann steige ich hinunter und hole dir die goldene Kugel wieder

00:02:42: herauf.".

00:02:43: Die Prinzessin schaute den Frosch an.

00:02:46: Ja

00:02:46: ja!

00:02:47: Ich verspreche es,

00:02:48: sagte sie.

00:02:49: Und sie dachte dabei... Was der dumme Frossch

00:02:52: schwätzt?

00:02:54: Der sitzt im Wasser bei seinesgleichen und

00:02:57: quagt.

00:02:57: Und kann keines Menschen Gesände sein!

00:03:00: Der Frosch aber, als er das Versprechen gehört hatte tauchte unter.

00:03:05: Es dauerte eine Weile Dann kam er wieder herauf und in seinem Maul trug er die goldene Kugel.

00:03:12: Er legte sie ins Gras.

00:03:14: Die Prinzessin war so froh dass sie sie ansichriss und losrannte.

00:03:18: Warte doch!

00:03:20: rief der Froschs hinter ihr her.

00:03:21: Nimm

00:03:22: mich mit Ich kann nicht so laufen wie du!

00:03:24: Aber sie hörte nicht hin.

00:03:26: Sie lief den ganzen Weg bis zum Schloss und hatte den armen Frosch schon vergessen, bevor sie die Tür hinter sich zu machte.

00:03:35: Am nächsten Abend saßt die Königs-Familie beim Essen.

00:03:38: Es war ganz still im Saal Nur die Löffel klapperten.

00:03:42: Da hatte man auf der Marbe

00:03:48: Als käme etwas Nasses die Stufen heraufgehüpft.

00:03:52: Dann klopfte es an die Tür Und eine Stimme rief

00:03:55: König Tochter Jüngste, mach mir

00:03:58: auf!

00:03:59: Die Prinzessin stand auf und machte die Tür einen Spalt weit auf.

00:04:04: Als sie sah wer da saß, schlug sie sich schnell wieder zu und setzte sich mit rotem Gesicht an den Tisch.

00:04:11: Der König merkte dass ihr das Herz klopfte.

00:04:14: Mein Kind was fürchtest du dich?

00:04:17: Steht da draußen ein Riese und will Dich holen?

00:04:19: Nein sagte sie leise.

00:04:22: Es ist kein... es isst ein garstiger Freund.

00:04:25: Und dann erzählte sie alles.

00:04:28: Den Brunnen, die Kugel – das Versprechen!

00:04:31: Der König hörte zu und legte seinen Löffel hin.

00:04:35: Was du versprochen hast, das musst du auch halten,

00:04:38: sagte er.

00:04:39: Geh und mach ihm auf.

00:04:40: Da blieb ihr nichts übrig.

00:04:42: Der Frosch hüpfte herein, hüpfte hinter ihr her bis zu ihrem Stuhl und rief…

00:04:48: Hilt

00:04:48: mich halt auf zu dir!

00:04:49: …sitat es langsam.

00:04:52: Dann wollte er auf den Tisch Und als er oben saß, sagte er

00:04:56: Nun zieht mir dein goldenes Tellerlein mehr!

00:04:59: Damit wir zusammen essen.

00:05:01: Sie schob es hin.

00:05:02: Der Frosch aß mit gutem Appetit Ihr aber blieb fast jeder Bissen im Hals stecken.

00:05:08: Endlich sagte er

00:05:10: Ich habe mich satt gegessen und bin müde.

00:05:13: nun trag' mich in deinen Kämmerlein.

00:05:15: Die

00:05:16: Prinzessin fing an zu weinen.

00:05:18: sie mochte den kalten Froschnicht anfassen Und nun sollte er auch noch in ihrem schönen, sauberen Bett schlafen.

00:05:25: Aber der König wurde ernst!

00:05:27: Wer dir geholfen hat als du in Not warst, den sollst du hernach nicht verachten.

00:05:32: Da nahm sie ihn mit zwei Fingern hoch, trug ihn hinauf und setzte ihn in eine Ecke.

00:05:38: Doch als sie im Bett lag kam er angekochen und sagte... Ich bin

00:05:42: müde ich will schlaven wie du.

00:05:45: Heb mich darauf oder ich sage echt deinem Vater

00:05:48: Da wurde sie bitterböse.

00:05:51: Sie packte den Frosch und warf ihn mit aller Kraft gegen die Wand!

00:05:55: Nun wirst du Ruhe haben, du gastiger Frossch!

00:05:57: Aber als er herunter fiel, war er kein Frosche mehr.

00:06:02: Vor ihr stand ein Königssohn mit freundlichen Augen.

00:06:06: Der Prinz setzte sich zu ihr und erzählte wie alles gekommen war.

00:06:10: Eine böse Hexe hatte ihm verwunschen Und niemand auf der ganzen Welt hätte ihn aus dem Brunnen holen können Nur sie allein.

00:06:19: Ich habe jeden Tag gewartet,

00:06:21: sagte er

00:06:22: und jeden Tag ist jemand am Brunnen vorbeigegangen.

00:06:25: Der Förster.

00:06:26: die merkte mit den Krügen einmal sogar deine älteste Schwester aber geweint hat nur eine.

00:06:32: Die Prinzessin schwieg eine Weile.

00:06:35: dann sagte sie

00:06:36: es

00:06:36: tut mir leid dass ich weggelaufen bin.

00:06:39: Ich

00:06:39: weiß, sagte der

00:06:41: und es tut mich leid das sich gedroht habe.

00:06:43: Ich hatte nur solche Angst dass ich wieder allein im Wasser sitze.

00:06:47: Danach war es leichter zwischen ihnen.

00:06:49: Morgen früh, sagte

00:06:50: er,

00:06:51: fahren wir zusammen in mein Königreich!

00:06:53: Am nächsten Morgen weckte sie die Sonne.

00:06:56: Vor dem Schloss stand ein Wagen und davor waren acht weiße Pferde gespannt.

00:07:02: Sie trugen weiße Federn auf den Kopf Und gingen in goldenen Ketten Hinten.

00:07:07: auf dem Wagen aber stand ein Diener Den die Prinzessin noch nie gesehen hatte.

00:07:12: Der Dienr hieß Heinrich.

00:07:14: Er hatte dem jungen König gedient seit die beiden Kinder waren.

00:07:19: Und als sein Herr damals in einen Frosch verwandelt wurde, war Heinrich so traurig geworden dass er glaubte sein Herz würde zerspringen.

00:07:28: Da war er zum Schmied gegangen.

00:07:30: Leg mir drei eiserne Bänder um das Herz

00:07:32: hatte er gesagt

00:07:34: Damit es mir vor Kummer nichts zerbricht.

00:07:36: Der Schmiet hatte den Kopf geschüttelt aber er hatte es getan.

00:07:41: Sieben Jahre lang hat Heinrich die Bänder getragen Nun aber war sein Herr erlöst.

00:07:47: Er hob die beiden in den Wagen, stellte sich hinten wieder auf und war so froh dass er kein einziges Wort herausbrachte.

00:07:55: Sie waren noch nicht weit gefahren.

00:07:57: da krachte es hinter dem Wagen als wäre etwas zerbrochen.

00:08:02: der junge König drehte sich um und rief Heinrich!

00:08:05: Der Wagen bricht!

00:08:06: Nein herr...der Wagen nicht.

00:08:09: Es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen als ihr in dem Brunnen saßt und noch

00:08:17: einmal krachte es.

00:08:18: Und noch einmal!

00:08:20: Drei Mal insgesamt für jedes Band dass von Heinrichs Herzen absprang weil sein Herr wieder glücklich war.

00:08:28: So fuhren sie in das Königreich des jungen Königs.

00:08:31: Die goldene Kugel nahm die Prinzessin natürlich mit aber gespielt hat sie von da an lieber zu zweit.

00:08:38: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

00:08:42: Diese Geschichte gibt es auch zum Ausdrucken kostenlos auf imhema.de.

00:08:48: Dort gibt es die Bücher von Ritter Emil und Zauberer Henry.

00:08:52: Schlaf gut!

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