Der gestiefelte Kater – Märchen zum Einschlafen (9 Min.)
Shownotes
Der gestiefelte Kater – Märchen zum Vorlesen, 11 Minuten, gelesen von Everett. Für Kinder ab etwa drei Jahren, mit einem ruhigen Schluss, der ins Bett führt.
Den Text zum Mitlesen und als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos auf emhema.de: https://emhema.de/blogs/marchen/der-gestiefelte-kater
Gute-Nacht-Geschichten von EmHeMa – geschrieben von einer Familie aus Osnabrück.
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00:00:00: Gute Nachtgeschichten von M. Hemmer, heute der gestiefelte Kater.
00:00:07: Es war einmal ein Müller, er hatte nicht viel eine Mühle einen Esel und einen Kater Und er hatte drei Söhne.
00:00:17: Als er starb ging alles schnell.
00:00:19: Ein Notar wurde nicht geholt denn was hätte der aufschreiben sollen?
00:00:24: Der älteste Sohn bekam die Mühlen, der zweite bekam den Esel bekam den Kater.
00:00:32: Der Jüngste setzte sich auf die Türschwelle und war so unglücklich, wie man mit achtzehn nur sein kann.
00:00:39: Meine Brüder können zusammenarbeiten und ihr Brot verdienen,
00:00:43: sagte er halblaut vor sich hin.
00:00:45: Und ich?
00:00:46: Wenn ich mein Kater aufgegessen und mir aus seinem Fell ein paar Handschuhe gemacht habe, muss ich verhungern!
00:00:52: Der Kater saß daneben und hörte alles.
00:00:55: Er tat als hätte er nichts gehört und putzte sich in aller Ruhe eine Pfote.
00:01:00: Dann, sagte er,
00:01:02: macht euch keine Sorgen her.
00:01:04: Geht mir nur einen Sack und lasst mir ein paar Stiefel machen damit ich durch das Gestrüpp gehen kann!
00:01:10: Dann werdet ihr sehen dass ihr gar nicht so schlecht abgeschnitten habt wie ihr glaubt.
00:01:14: Der junge Mann sah ihn an.
00:01:17: Ein Kater der spricht?
00:01:19: Daran musste er sich erst gewöhnen.
00:01:21: Aber er hatte den Kater schon oft gesehen wenn er nach Ratten und Mäusen jagte Wie er sich tot stellte, wie er sich ins Mehl legte und wartete ohne einen Muskel zu bewegen.
00:01:33: Vielleicht,
00:01:34: dachte er
00:01:35: ist an der Sache doch etwas dran
00:01:37: Und so besorgte er ihm einen Sack und ließ ihm Stiefel machen.
00:01:41: Der Kater zog die Stiefeln an.
00:01:44: Sie passten als wären sie für ihn gemacht was sie ja auch waren.
00:01:49: Dann hängte er sich den Sack um den Hals nahm die Schnüre in die Vorderpfoten und ging in ein Feld wo es viele Kaninchen gab.
00:01:57: Dort tat er Kleie und Kräuter in den Sack, legte sich lang daneben und stellte sich tot.
00:02:04: Er wartete Katzenkönnen das!
00:02:07: Es dauerte nicht lange – da kam ein junges dummes Kaninchen und Kroch in den Sak um zu fressen.
00:02:14: Der Carter zog die Schnüre zu und hatte es.
00:02:17: Ganz stolz ging er damit zum Schloss des Königs und ließ sich melden.
00:02:22: Man führte ihn hinauf.
00:02:24: Er verbeugte sich tief und sagte
00:02:27: Majestät, hier ist ein Kaninchen aus den Gehege meines Herrn des Marquis von Karabas.
00:02:33: Er trägt mir auf es euch zu überbringen.
00:02:37: Den Namen hatte sich der Kater gerade eben selbst ausgedacht.
00:02:41: Sagt einem Herrn?
00:02:42: sagte der König
00:02:43: Dass ich mich bedanke.
00:02:45: Ein paar Tage später versteckte sich der kater in einem Kornfeld hielt den sack wieder offen und fing zwei Rebhühner.
00:02:53: auch die brachte er dem König Und wieder ließ er den Makki von Karabas grüßen.
00:02:59: So ging es zwei, drei Monate lang.
00:03:02: Immer wieder kam der Kater mit einem Geschenk und immer wieder hörte der König diesen Namen.
00:03:08: Nach-und nach fing er an sich einen Mann dazu vorzustellen Einen, der große Gehege hat gute Jäger und offenbar auch gute Manieren.
00:03:19: Eines Tages hörte der Kater, dass der König am Nachmittag mit seiner Tochter am Fluss entlangfahren würde.
00:03:26: Er lief nach Hause.
00:03:28: Herr!
00:03:29: sagte er
00:03:29: Wenn ihr meinem Rat folgt ist euer Glück gemacht.
00:03:33: Ihr müsst nichts weiter tun als in dem Fluss zu baden An der Stelle die ich euch zeige.
00:03:39: Um alles andere kümmere ich mich.
00:03:42: Der Müllerssohn verstand nicht wozu das gut sein sollte Aber er tat es trotzdem weil ihm ohnehin nichts Besseres einfiel.
00:03:50: Während er im Wasser war, versteckte der Kater seine alten Kleider unter einem großen Stein.
00:03:56: Dann kam die Kutsche!
00:03:58: Der Kater sprang auf die Straße und rief so laut er konnte... Zu Hilfe!
00:04:03: Zu
00:04:04: Hilfe!!!
00:04:05: ...der Hermakie von Karabas ertrinkt!
00:04:07: ...der König steckte den Kopf aus dem Fenster.
00:04:10: Er erkannte den Kater, der ihn so oft wild gebracht hatte und befahl seinen Leuten sofort dem Machid zu helfen.
00:04:18: Während sie den jungen Mann aus dem Wasser zogen, trat der Kater an die Kutsche und erklärte mit betrübtem Gesicht während sein Herr badete Sein Diebe gekommen und hätten ihm die Kleider gestohlen.
00:04:31: Er selbst habe geschrien, so laut er konnte aber es habe nichts geholfen.
00:04:37: Die Wahrheit war dass er sie unter dem Stein versteckt hatte.
00:04:42: Der König ließ aus seinem eigenen Kleiderschrank einen prächtigen Anzug holen und als der Müllerssohn ihn anzog, sah er auf einmal gar nicht mehr wie ein Müllerssoon aus sondern gut und stattlich!
00:04:56: Die Königstochter schaute ihm zweimal an beim zweiten Mal ein bisschen länger... ...der König lud ihn ein in der Kutsche mitzufahren.
00:05:07: Während der junge Mann in der Kutsche des Königs saß, lief der Carter voraus.
00:05:12: Auf einer großen Wiese mähten Bauern das Gras.
00:05:15: Gleich
00:05:16: kommt der König vorbei!
00:05:18: sagte der Carter.
00:05:19: Wenn er fragt wem diese Wiese gehört dann sagt dem Makki
00:05:24: vom Karabas Die Bauern schaut den Carter in Stiefeln an und weil noch nie ein Carter in stiefeln mit ihnen gesprochen hatte nickten sie.
00:05:34: Und wirklich Der König ließ halten und fragte, wem die schöne Wiese gehöre.
00:05:40: Den Maki von Karabas!
00:05:43: riefen die Bauern im Chor.
00:05:45: So ging es weiter – beim Kornfeld dasselbe, beim Obstgarten dasselbe, Beim Weltchen mit den Hirschendasselbe.
00:05:54: der König staunte mehr und mehr Und die Prinzessin schaute den jungen Mann neben sich immer freundlicher an war schon lange wieder ein Stück voraus.
00:06:07: Der Kater lief weiter, immer vorauss bis er zu einem gewaltigen Schloss kam.
00:06:14: Dort wohnte ein Zauberer dem all das Land gehörte durch das der König eben gefahren war.
00:06:26: sagte der Zauberer und stand als Löwe vor ihm.
00:06:38: Der Kater sprang vor Schreck auf den Schrank, und blieb dort sitzen bis der Zauberer wieder er selbst
00:06:44: war.
00:06:45: Beeindruckend!
00:06:46: sagte der Kater und putzte sich die Schnurhaare.
00:06:50: Aber ein Löwe ist ja auch groß etwas ganz Kleines eine Maus zum Beispiel.
00:06:56: das schafft sicher niemand Niemand?
00:06:59: rief der ZAuberer beleidigt.
00:07:01: Pass auf Und schon huschte eine kleine graue Maus über den Boden.
00:07:06: Der Kater brauchte nicht lange nachzudenken, Einsatz und der Zauberer-Waffe immer verschwunden.
00:07:14: Kaum war das Geschehen, hörte der Kater die Kutsche des Königs über die Brücke rollen.
00:07:19: Er lief hinaus vor das Tor, verbeugte sich tief und rief...
00:07:23: Willkommen Majestät im Schloss des Makis von Karabas!
00:07:28: Wie
00:07:28: rief der König?
00:07:30: Auch
00:07:30: dieses Schloss gehört euch, Herr Mackie?
00:07:32: Der junge Mann half der Prinzessin aus dem Wagen und führte sie hinein.
00:07:37: In der großen Halle stand ein Festessen bereit.
00:07:41: Der Zauberer hatte an diesem Tag Freunde erwartet die sich nun aber nicht mehr hineintauten.
00:07:47: Beim fünften Glas Wein sagte der König...
00:07:50: Herr Macky!
00:07:51: Es liegt nur an euch ob ihr mein Schwiegersohn werdet.
00:07:55: ...der Müllerssohn verbeugte sich Und noch am selben Tag wurde die Hochzeit beschlossen.
00:08:01: Der Kater aber wurde ein großer Herr!
00:08:04: Er bekam ein eigenes Kissen am Kamin und musste nie wieder Mäuse fangen, außer zum Vergnügen – und das auch nur Sonntags.
00:08:24: Dort gibt es auch die Bücher von Ritter Emil und Zauberer Henry.
00:08:28: Schlaf gut!
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